Review: Leveret – Action at a Distance

Genre: Electronic-Rock, Experimental-Rock, Art-Rock Synth-Rock.

Für Fans von: Da ich mich mit dieser musikalischen Richtung bisher noch nicht ausgiebig beschäftigt habe, fallen mir spontan nur „The Faint“ oder im weiteren Sinne „The Prodigy“ ein.

Action at a distance nennt sich das 2015 erschienene und 2. Album der aus Portland stammenden Band Leveret. Produziert wurde das Album von Jesse Gertz.

Einen generellen Tenor, unter dessen man dieses Album stellen könnte gibt es nicht. Jeder Song stellt an und für sich eine abgeschlossene Einheit dar. Generell  bewegt es sich je nach Song zwischen Electronic-Rock, Experimental-Rock, Art-Rock und Synth-Rock.

Mal klingt das ganze poppig, mal psychedelischer an anderen Stellen kommen wieder mehr (un)verzerrte Synth-Elemente oder auch einmal Naturgeräusche durch. Das Ganze ist durchaus tanzbar, behält aber stets eine rauchige Note abseits glattpolierter elektronischer Tanzmusik.

Der erste Track Let’s communicate lebt vom Piepen und Rauschen eines Telefons, dessen toter Leitung und sämtlichen Trip-Hop-Elementen. Es hinterlässt beim Hörer eine unsichtbare Bedrohung eines nicht durchführbaren Telefonats, welches durch irgendwelche außenstehenden Störungen die durch den Sound vermittelt werden, unmöglich gemacht wird:

„Even if you got a lot to say, baby

you won’t even have to make a sound.“

Poppiger und synthiger kommen hingegen Oscillator und Unclothing daher. An dieser Stelle ist auch auf die erfinderischen Lyrics hinzuweisen, welche in so manchem Track des Albums diesem die nötige Würze verleihen: Der eine knisternde Erotik versprechende Titel Unclothing , untermalt mit gedämpftem Bass, beeinhaltet eine Pointe welche der Hörer erst in der letzten Verszeile zu hören bekommt.

Sehr Psychedelisch, sowohl in Text als auch im Sound, ist Track Nr. 5: Wizard. Hier sind viele Soundverzerrer, heulende und etwas schwerere Gitarrenriffs und ebenfalls blubbernde Hintergrundgeräusche zu vernehmen. Hier fallen Inhalt und Form auch wieder einmal ganz gut zusammen, da es textlich um Isolationszustände nach tagelangem Cannabiskonsum geht. Als sensibler Hörer und ohne persönlichen Zugang zu dieser Thematik zu haben spürt man förmlich die sich ziehenden Tage, die von Orientierungslosigkeit beherrscht sind und im Sound ausgedrückt werden.

Insgesamt stellt das Album eine abwechslungsreiche Gesamtzusammenstellungdar. Es lebt von den vielen Soundeffekten, Witz und einer allgemeinen Leichtigkeit (ohne dabei in Banalität zu verfliegen). Es ist unter kein Genre zu stellen, und das ist auch gut so, dennoch macht es Spaß dieses Album zu hören, da es mit Abwechslung sowohl im textlichen als auch im klanglichen Bereich spielt.

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