Mein musikalisches 2014 in der Retrospektive

Another year is almost gone und musiziert wurde auch wieder recht viel. Diese beiden Tatsachen nahm ich zum Anlass in meiner Erinnerung zu graben und die folgenden kleinen, kompakten, schnuckeligen (….) Kurzrezensionen zu Alben außerhalb von WM-Schmuddelsongs und Helene Fischer, zu verfassen. Hier sind also meine fünf Favoriten und weitere tolle Dinge:

Seven Impale – City of the Sun

Genre: Progressive Rock; Jazz/Fusion

Seven Impale kommen aus Norwegen und wurden 2010 gegründet. City of the Sun ist das Debütalbum der jungen Band. Musikalisch bewegt sich das Ganze in Richtung Retro-Prog/Jazzrock/Fusion, dabei sticht vor allem das Saxophon recht dominant hervor. Durch die vielen Rhythmus und Melodienwechsel zwischen wild-jazzig und ruhig-atmosphärisch mit zwischenzeitlichem teils sehr energischem Gesang,  ist es definitiv auch kein Album zum „mal nebenher hören“. Wer sich darauf einlässt aufmerksam zuzuhören, wird jedoch nicht enttäuscht sein und man darf gespannt sein was die junge Band (hoffentlich) in den nächsten Jahren noch so auf die Beine stellt.

X-Ray-Harpoons- Get attuned to our tyme

Genre: Fuzzrock, Garagerock/Punk

Wer die Kölner Jungs zum ersten Mal hört, der mag kaum glauben dass diese Band NICHT aus den 60er Jahren stammt. Irgendwie klingt das Ganze ja ein wenig nach Zeitreise zu The Sonics  und The Seeds  und ähnlichen Bands a vermischt mit viel Orgel, Fuzz-Effekten, originellen Texten und ein bisschen Science-Fiction. Das Album ist kurzweilig, so kann man die Füße beim Hören eigentlich auch kaum stilhalten und macht definitiv jede Menge Spaß.

Cheatahs – Cheatahs

Genre: Shoegaze, Noise-Rock, Indie Rock

Im Bereich des Shoegaze gab es 2014 ja einige interessante Veröffentlichungen. Das selbstbetitelte Album der Band Cheatahs stellt (dicht gefolgt von Guilty of Everything der Band Nothing) hier definitiv einer meiner Favoriten dar.  Die Noise-Rock Elemente  und mehrstimmige Gitarrenwalls halten sich in Liedern wie „Kenworth“ und „Cut the Grass“ im Vordergrund, während „Leave to Remain“ oder „Mission Creep“ eher melodisch und balladenhaft erscheinen.  Die Chetahs schaffen den Spagat die Platte abwechslungsreich zwischen energiegeladenen und schwelgerisch-melancholischen Nummern zu schaffen, Gesang und Musik im angemessenen Gleichgewicht zu halten, sodass das Gesamtwerk abgerundet erscheint und mich immer wieder dazu bringt den „Repeat-Modus“ zu nutzen.

Jastreb – Mother Europe

Genre: Krautrock, Neofolk, Instrumental

Mit folgendem Textabschnitt beschreibt sich das Projekt Jastreb selbst:

„Hailing from 13th century these mystical troubadours failed to destroy earth in an apocalyptic event gone horribly awry.After this failure making music seemed the only way to get cosmic redemption and women.“

Was den Sound angeht, wird der vielleicht zunächst orientierungslose Leser gar nicht so sehr auf den Berggipfel der Verwirrung verwiesen. Das zweite Album Jastrebs beeinhaltet okkult klingende Folksounds, Gesänge die manchmal im Hintergrund vor sich her summen und mystische Naturgeräusche wie ein Vogelzwischern oder ein Pfeifen. Das alles wird eingebettet in elektronische Klänge und auch mal tiefe Gitarren. Generell ist das Ganze instrumental gehalten und läd ein zur Reise auf irgendwelche Berggipfel Europas vergangener Zeiten.

Holy Wave – Relax

Genre: Psychedelic Rock/Pop; Psychgaze

Die Jungs aus Austin/Texas haben im Januar 2014 ihr drittes Album herausgebracht. Wie bei den beiden vorherigen Alben, ist das Werk ein Mix aus psychedelischen Elementen, Surfrock, anderer nebeliger Noise-Klänge im Hintergrund und fast schon hypnotischem Gesang. Der Titel Relax ist durchaus passend und die eher ruhig  ausgelegten Lieder laden zum Entspannen in Mitte eines Nebels von Räucherstäbchen ein.

Weitere 2014 veröffentlichte Favoriten:

A Shoreline Dream – The Silent Sunrise (Shoegaze/Post-Rock)

Agusa – Hogtid (Krautrock)

Dwellers – Pagan Fruit (Stoner Rock/ Doom)

Giza – I am the Ocean I am the Sea (Stoner Rock /Doom / Sludge)

Nothing – Guilty of Everything (Shoegaze/ Noise Rock)

Phantasmagoria – Golden Planet (Instrumental Space Rock)

Electric Moon – Lunatics & Lunatics Revenge (Krautrock/ Spacerock)

Mystic Braves – Desert Island (Retro Rock/ Folk/ Psychedelic Rock)

Causa Sui – Pewt’r Session (Instrumental Psychedlic Rock)

Sleepy Sun – Maui Tears (Psychedelic Rock)

Lantlos – Melting Sun (Blackgaze/ Instrumental)

Comet Control – Comet Control (Space Rock/ Psychedelic Rock)

Earth – Primitive and Deadly (Drone Doom)

Another Man’s Gold – Don’t be Fooled (Blues-Rock)

Temples – Sun Structures (Psychedelic Rock/Pop)

Wand – Ganglion Reef (Psychedelic Rock/ Neo Psychedelia)

Slow Motion Rider – Slow Motion Rider (Psychedelic Rock/ Retro Rock)

BASK- American Hollow (Stoner Rock/Metal)

Owl Oxidant – Secret Suburban Sun (Instrumental Stoner Rock / Psychedelic/ Post)

The Soundcarriers – Entropicalia (Indie Rock / Experimental / Electronic)

Desertshore – Migrations of Glass (Instrumental/ Ambient)

LA Hell Gang – Tru me again (Stoner Rock / Desert Rock)

Sons of Merrick – Of English Execution (Sludge/ Stoner)

The Electric Magpie – Begins (Garage Rock/ Folk/ Psychedelic Rock)

Alvvays – Alvvays (Female Vocal/ Rock/Pop)

Jeffertittis Nile – The Electric Hour (Neo Psychedelia)

Reptile Youth – Rivers that run for a sea that is gone (Electronic/ Indie Rock)

Greenleaf – Trails and Passes (Stoner Rock)

Dakota – Nostalgia for Paradise (Psychedelic Rock)

Dead Sea Apes – High Evolutionary (Post Rock/ Ambient)

Kant Freud Kafka – No Tengas Miedo (Progressive Rock/ Experimental/ Instrumental)

Lost Desert -Wasteland (Instrumental/ Desert Rock)

The Well – Samsara (Stoner Rock)

Van der Vous – La Fuga (Folk/ Psychedelic Rock)

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